Fragen & Antworten

Rund um das Thema Sonnenenergie und Solartechnik stellen sich viele verschiedene Fragen. Wir haben hier einen bunten Strauss der häufigsten Fragen zusammengestellt. Ein Klick genügt und Sie bekommen zu der jeweiligen Frage eine entsprechende Antwort.

Nehmen Sie zu uns Kontakt auf, wenn Ihnen eine Frage unter den Nägeln brennt, die wir hier nicht aufgeführt haben. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

Ist Deutschland nicht zu “schattig” für die Nutzung von Solarenergie?

    In Deutschland liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter. Mit regionalen Unterschieden, die für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einer Photovoltaik-Anlage nicht unerheblich ist. Die Sonneneinstrahlung in Deutschland reicht aus, um wirtschaftlich sinnvoll PV-Anlagen zu betreiben. Sonnenenergie ist hierbei die einzige unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehende Energiequelle. Selbst in Deutschland liegt der Eintrag solarer Energie 80-fach über dem gesamten Energiebedarf.

Leidet die Rentabilität unter der rückläufigen Einspeisevergütung?

    Nein. Denn parallel zu der Preisentwicklung für die Einspeisung von Strom aus Solarstromanlagen, die sich langfristig an den Prinzipien von Angebot und Nachfrage orientieren dürfte, ist der technische Fortschritt der Basistechnologie nicht aufzuhalten. Bereits heute lässt sich eindeutig festhalten, dass sich die Effizienz der Technologie (Energieausbeute) deutlich weiterentwickelt hat und die Kosten vergleichbarer Anlagen signifikant rückläufig sind. Es ist daher davon auszugehen, dass Solarstromanlagen langfristig sinnvoll in Deutschland betrieben werden können.

Wann wird Solarstrom ohne Subventionen wettbewerbsfähig sein?

    Es gibt keine Subventionen im klassischen Sinne. Es handelt sich vielmehr um ein Umlagesystem auf den Strompreis, nicht um staatliche Subventionen. Die Solarindustrie wird langfristig auch ohne garantierte Einspeisetarife aus dem EEG auf hohem Niveau wachstumsfähig sein. Wenn es einen Mechanismus gäbe, der zum einen den gesamten volkswirtschaftlichen Nutzen der Solarenergie erfasste und zum anderen die externen Umwelt- und Gesundheitsfolgekosten der fossilen Energiegewinnung auf den herkömmlichen Energiepreis aufschlüge, sähe die Realität bereits jetzt ganz anders aus. Da es diese alle Aspekte abdeckende Preisfindung aber nicht gibt, muss sich Solarenergie mit den am Markt gezahlten Preisen messen. Die Wettbewerbsfähigkeit hängt dabei von zwei Faktoren ab: Einerseits von den Energieerzeugungskosten für Solarstrom, die dank technologischer Fortschritte und Massenproduktion kontinuierlich sinken, andererseits vom konventionellen Strompreis. Je nachdem, mit welcher Rate dieser Preis weiter steigen wird – und Energieexperten gehen von weiter steigenden Preisen für fossile Energieversorgung von 6% p.a. aus – wird Solarenergie in Kürze wettbewerbsfähig sein. Bis dahin ist die Markteinführung der Solarenergie auf verlässliche staatliche Rahmenbedingungen angewiesen, um konkurrenzfähig zu sein und auf dem Weltmarkt zu bestehen. Bis dahin benötigt die Industrie Investitionssicherheit für den Aufbau von Solarfabriken und ihre hohen Entwicklungsleistungen. Sobald bei der Photovoltaik die sogenannte „grid parity“ erreicht ist – das heißt, sobald Solarstrom vom eigenen Dach günstiger ist als herkömmlicher Strom aus der Steckdose – wird Photovoltaik nicht nur unabhängiger von finanzieller Förderung, sondern wird sich zu einer tragenden Säule der Stromversorgung in Deutschland entwickeln.

Was ist der Unterschied zwischen Voll-und Überschusseinspeisung?

    Bei der Volleinspeisung wird der gesamte Strom, der durch die PV-Anlage erzeugt wird ins öffentliche Netz eingespeist und mit staatlichen Förderungen vergütet.
    Bei der Überschusseinspeisung werden zwei Stromzähler installiert, einer für den Eigenverbrauch und ein Zähler für die Einspeisung des erzeugten Stroms. Wird Strom durch die Anlage erzeugt und verbraucht, wird vorrangig der selbst erzeugte Strom verbraucht. Übersteigt der erzeugte Solarstrom den Eigenverbrauch, wird der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist und zu den selben Bedingungen wie bei der Volleinspeisung vergütet. In den Zeiten, wo mehr Strom verbraucht als erzeugt wird, kaufen Sie den fehlenden Strom zu normalen Preisen von Ihrem Energieversorger ein.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?

    Es ist Fakt, dass heutige Solarmodule im Laufe ihrer Lebensdauer an Leistung verlieren, da die verarbeiteten Siliziumzellen (Wafer) "ermüden". Offiziell geht man von einer Lebensdauer der Anlage von 20-25 Jahren aus. Es existieren aber mittlerweile auch viele Anlagen, die 30 Jahre und länger arbeiten und noch immer einen Ertrag von mehr als 80% der Ausgangsleistung erbringen.

Welche Rolle spielt der Wechselrichter bei einer PV-Anlage?

    Der Wechselrichter ist das Herzstück einer PV-Anlage. Er wandelt den aus der Sonne gewonnen Gleichstrom in Wechselstrom, der selbst verbraucht oder in das öffentliche Netz eingespeist werden kann. Ein Wechselrichter weist eine Leistungskurve über den gesamten Bereich des erzeugten Stroms auf. Sein Wirkungsgrad wird an seiner Spitzenleistung gemessen. Was viele dabei vergessen ist eine gleichmäßige Leistungskurve über den gesamten Bereich. Spitzenleistung erhält man nur zu geringen Tageszeiten, in denen die Sonneneinstrahlung besonders intensiv ist. Weist der Wechselrichter einen gleichmäßigen Kurvenverlauf auf, bringt er auch eine gute Leistung, wenn die Sonneneinstrahlung nicht so intensiv ist, wie morgens, abends oder bei trübem Wetter.

Wie gut oder schlecht sind PV-Module aus China?

    Chinesische Unternehmen haben bereits vor vielen Jahren angefangen, enorme Anstrengungen in die Entwicklung und die Produktion von Solarzellen und Modulen zu investieren. Bei der Qualität eines Moduls kommt es vor allem auf die Reinheit der Zellen (Wafer) und die Verarbeitung der Module an. Qualität "Made in Germany" ist bei Photovoltaik-Modulen schon lange kein Maßstab mehr. Die meisten deutschen Solarunternehmen kaufen Module in China oder beziehen einzelne Komponenten in Fernost und bauen daraus ihre "deutschen" Module, die aber durch die höheren Produktionskosten in Deutschland noch immer nicht mit der Preisgestaltung chinesischer Module mithalten können. Qualitativ sind sie in der Regel bei Weitem nicht besser.

Geht von einer PV-Anlage eine erhöhte Blitzgefahr aus?

    Das kann man so nicht sagen, denn wenn Ihr Haus bereits über einen Blitzschutz verfügt, wird die Anlage darin integriert. Hat Ihr Haus keinen Blitzschutz, wird die Energie bei einem eventuellen Einschlag über die Rahmen und das Gestell der Module durch das Haus abgeleitet. Außerdem besitzen Wechselrichter in der Regel eine galvanische Trennung, so dass auch hier ein Blitzschutz gegeben ist. Generell kann man sagen, dass ein Haus, auf das eine PV-Anlage installiert wird, mit einem Blitzschutz ausgerüstet werden sollte.

Verursachen PV-Anlagen negative gesundheitliche Auswirkungen wie Elektrosmog?

    Nein, denn der gewonnene Strom ist Gleichstrom und wird erst im Wechselrichter für die Einspeisung in Wechselstrom umgepolt. Der Wechselrichter ist so konstruiert das eine Abschirmung durch Metall- bzw. Bleigehäuse sichergestellt ist. Auf diese Weise wird eine Abstrahlung weitestgehend verhindert. Bei Dachinstallationen sollte man darauf achten, dass sich die Wechselrichter nie in Wohnräumen, sondern im Keller befinden. Und wer Wert darauf legt, achtet bei der Installation ab Wechselrichter auf die Verwendung von abgeschirmten Kabeln und Installationszubehör.

Was bedeutet eigentlich Kilowatt-Peak?

    Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage wird in Watt peak (Wp) beziehungsweise Kilowatt peak (kWp) angegeben. In der Photovoltaik wird diese Bezeichnung für "Spitzenleistung" verwendet. Genauer ist es die Nennleistung unter Standard-Testbedingungen (STC).
    Diese Standard-Testbedingungen sind wie folgt festgelegt: 1000 W Einstrahlungsleistung auf einen m², Zelltemperatur 25 ° C und AM (air mass) 1,5, d.h. der Sonnenstrahl durchdringt auf seinem Weg das 1,5-fache der Atmosphärendicke der Erde.

    All diese Bedingungen sind in der Realität selten. Die reale Leistung weicht also von den Nennwerten ab. In unseren Breitengraden können mit einer 1 kWp-Photovoltaik-Anlage etwa 700 bis 1200 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugt werden.

    Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in Deutschland liegt bei etwa 4000 kWh.