Umweltrecht

Es gibt Rechtsanwälte, die sich auf das Fachgebiet Umweltrecht spezialisiert haben. Diese Umweltanwälte wie der bei uns im Norden ansässige Rechtsanwalt Wilhelm Krahn-Zembol aus Deutsch Evern spezialisieren sich ausschließlich auf den Tätigkeitsbereich „Umwelt und Gesundheit“ und unterstützen ihre Mandanten bereits im Vorfeld, wenn es darum geht, dass beispielsweise ein Mobilfunksendemast mitten in einem Wohngebiet aufgestellt werden soll. Kontaktaufnahme über eMail: ra@zembol.eu.

Wertvolle Informationen finden Betroffene auch unter www.der-mast-muss-weg.de einer Internetplattform mit Vorzeigecharakter, die von einer professionell organisierten Bürgerinitiative aus Stuttgart entwickelt wurde.

Anwalt für Mobilfunkopfer

Im Herzen von Berlin sind die Rechtsanwälten Sven Leistikow und Roland Schreyeck angetreten, die Zukunft ihrer Mandanten zu verbessern.

Die Anwaltskanzlei ist international für Mandanten aus allen Bereichen des Schadenersatzes tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Betreuung von großen Betroffenengruppen wie zum Beispiel im Bereich der Geschädigten durch elektromagnetische Strahlung. Da Mobilfunkstrahlung und andere Formen der elektromagnetischen Strahlung vor Landesgrenzen nicht halt macht, sind die beiden Rechtsanwälte auch für Mobilfunkopfer aus Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Spanien und den USA tätig.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.mobilfunkopfer-anwalt.info und werden Sie aktiv gegen Elektrosmog

Novellierung der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung

Am 1. Juli 2013 trat die novellierte 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV) in Kraft. Diese 1997 erlassene und jetzt erstmalig veränderte Verordnung regelt, wie stark elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder sein dürfen, denen Bürger ausgesetzt sind.

„Die 26. BImSchV ist eine neu gefasste Verordnung, die aber in entscheidenden Bereichen die alten Mängel aufweist“, sagt Dr. Klaus Trost, Leiter der Mess- und Beratungsstelle Elektrosmog beim Wissenschaftsladen Bonn (Wila Bonn), dem mit 30 Mitarbeitern größten Science Shop Europas.

Trost: „Zahlreiche Studien haben in den letzten 15 Jahren belegt, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von z.B. durch Hochspannungsleitungen, Mobilfunk oder Trafostationen verursachten Elektrosmog weit höher sind als ursprünglich angenommen.“ Trotzdem wurden die vom Anfang der 1990er Jahre stammenden Grenzwerte auch 2013 nicht verschärft.

Trost: „Angesichts dieser Situation wäre es angemessen gewesen, bei der Neufassung der 26. BImSchV das Vorsorgeprinzip zugrunde zu legen.“ So hätte man nach dem Vorbild der Schweiz für sensible Bereiche wie z.B. Wohnungen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und andere Daueraufenthaltsbereiche von Menschen besondere Sicherheitsgrenzwerte einführen können.
Im Vorblatt der alten Verordnung aus dem Jahr 1996 war nicht der Schutz der Bevölkerung als Zielsetzung genannt, sondern ausdrücklich die Investitionssicherheit der Betreiber von elektromagnetischen Anlagen. Trost: „Auch wenn das explizit so nicht mehr in der Verordnung von 2013 steht, legt der Inhalt der Verordnung doch die gleiche Intention nahe.“

Die festgelegten Grenzwerte seien industriefreundlich. Und schwierig zu überwachende Bereiche wie das Niederspannungsverteilungsnetz und die Mobiltelefone, bei denen im Einzelfall Grenzwertüberschreitungen nicht auszuschließen seien, blieben von der Regelung durch die 26. BImSchV ausgenommen.

Quelle: WILA BONN e.V. 2013