Obsthof Quast

Im Juni 2008 wurde auf dem Baugrundstück des Obsthof Heinrich Quast in Hamburg-Neuenfelde eine Analyse zur Ermittlung der elektrobiologischen Einflussfaktoren durchgeführt. Das Hauptinteresse dabei lag auf einer möglichen Radarbelastung durch das angrenzende Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder.

Zu der Zeit der Messung konnte am Baugrundstück keine Radarstrahlung ermittelt werden. Allerdings wurde in Richtung Airbus-Werk eine Radarbelastung von 50,8 µW/m² während eines Landeanflugs festgestellt. Da Airbus keine Flugbewegungen während der Nacht plant, konnten die zeitweise auftretende Belastung durch Flugradar in der anstehenden Planung des Einfamilienhauses vernachlässigt werden.

Auch die hochfrequente Belastung durch Mobilfunk liegt mit 1,4 µW/m² derzeit im „schwach auffälligen Bereich“. Unter Präventionsgesichtspunkten sollte allerdings über eine Abschirmmaßnahme in den relevanten Schlafbereichen nachgedacht werden, um auch langfristigen den Gesundheitsschutzaspekten gerecht werden zu können.

Im Dezember 2009 erfolgte dann die Abnahmemessung im bezugsfertigen Neubau der Familie Heinrich Quast.

Die abschließende Kontrollmessung ergab, dass sich die geplante Präventivmaßnahme nach Fertigstellung des Neubaus zu einer notwendigen Sanierungsmaßnahme entwickelt hat. In der Zwischenzeit wurden neue Sendemasten aufgestellt bzw. Windkraftanlagen mit Gürteln von Sendeantennen nachgerüstet, die als externe HF-Quelle das Schlafzimmer belasten.

Fazit: Egal ob Neubau oder Modernisierung – bei Baumaßnahmen sollte aufgrund der zunehmenden Umweltbelastung auch immer an ein strahlungsarmes Wohnumfeld gedacht werden, denn was heute noch unbedenklich erscheint, ist morgen schon gesundheitsrelevant.

Grundstücksanalyse

Eine Grundstücksanalyse mit umfassenden Messungen aller Störfaktoren bildet die Ausgangsbasis vor Erarbeitung des Abschirmkonzeptes.
Die Wünsche und Ziele des Bauherrn werden während der Beratung des Fachplaners ermittelt und fließen in das Konzept mit ein.

Abschirmplanung

Die individuelle Abschirmplanung wird Bestandteil der Ausführungsplanung des Architekten.
Diese wird in einen Ausschreibungstext umgesetzt, der dem ausführenden Handwerker die genaue Grundlage für seine Arbeit liefert.

Bauphase

Der Handwerker setzt die Abschirmplanung auf der Baustelle in die Praxis um.
Der Fachplaner bietet bei Bedarf Hilfestellung während der Einarbeitung. Es erfolgt eine Durchführungskontrolle durch den Fachplaner in Absprache mit dem Architekten.

Kontrolle

Zum Abschluss der Abschirmmaßnahme - besser noch nach Bezug der Räumlichkeiten - erfolgt eine Kontrollmessung, die der Bauherr mit dem Fachplaner abstimmt. Bei der Kontrollmessung wird die Wirksamkeit der Abschirmmaßnahme überprüft.

Abschlussgespräch

In einer abschließenden Beratung erläutert der Fachplaner die Ergebnisse der Abnahmemessung und gibt dem Bauherrn weitere Tipps für den Alltag an die Hand.
Damit wird der Präventionsgedanke der Elektrosmogabschirmung abgerundet.